
Kinder- und Jugendlichen-Psychotherapie:
Altersbereich: In meiner Praxis behandele ich Kinder und Jugendliche im Alter ab 3 Jahren bis zum vollendeten 20. Lebensjahr. Eine Therapie kann noch bis rund um den 20. Geburtstag begonnen werden.
Therapiedauer: Generell gibt es die Sofort- oder Akuttherapie, Dauer ca. 4 Monate
Kurzzeittherapie, Dauer ca. 15 Monate, mit Antrag bei der Kasse
Langzeittherapie, Dauer ca. 2.5 bis 5 Jahre, mit Antrag bei der Kasse.
Je nach Störungsbild ist eine unterschiedliche Dauer sinnvoll. Jede begonnene Therapie kann bei Bedarf schrittweise um weitere ein bis zwei Jahre verlängert werden.
Bis ca. zum 15. Lebensjahr werden die Eltern oder andere Bezugspersonen wie Großeltern oder Lehrer durch Elterngespräche in den Therapieprozess regelmäßig mit einbezogen, da so die Wirksamkeit der Psychotherapie der Kinder und Jugendlichen wesentlich verbessert werden kann. Ab ca. dem 16. Lebensjahr finden die Therapiesitzungen überwiegend mit den Jugendlichen statt. Bei Bedarf und bei besonderen Umständen kann hiervon auch abgewichen werden.
Ein Therapieverlauf gliedert sich in folgende Phasen:
- Kennenlernen und Probestunden
- Ggfs. Akuttherapie
- Kurzzeit- oder Langzeittherapie. Hier kann es eine Zeit lang noch zu Höhen und Tiefen bzgl. der Auffälligkeiten kommen.
- Therapieabschluss, wenn die Symptome sich ausreichend reduziert haben, die Lebensbewältigung und Lebensqualität der Kinder und Jugendlichen z. B. in Kindergarten, Schule oder Ausbildung, in der Familie und mit Freunden sich verbessert hat und das Selbstwertgefühl ausreichend gefestigt wurde.
- Bei Bedarf Nachsorgestunden für bis zu 2 Jahre nach Therapieabschluss.
Generell ist die regelmäßige wöchentliche, manchmal auch 2 Mal pro Woche oder 14tägige Arbeit in der Therapie für den Behandlungserfolg unerlässlich. Daher setzt eine ambulante Psychotherapie voraus, dass die Kinder, Jugendlichen und ihre Eltern möglichst regelmäßig zu den Stunden kommen.

Typische Auffälligkeiten:
Hier einige Beispiele, bei welchen seit mehreren Monaten bestehenden Problemen Jugendliche oder Eltern mit ihren Kindern zu mir kommen können, um eine Therapie einzuleiten:
- Das Kind oder die/der Jugendliche(r) ist plötzlich oder schleichend in seinen schulischen Leistungen abgesunken und kommt aus eigener Kraft nicht mehr auf den eigentlichen Leistungsstand zurück. Oder die Motivation, zur Schule zu gehen, ist deutlich gesunken. Es können auch Versagensängste auftreten.
- Das Kind oder die/der Jugendliche(r) wird von Gleichaltrigen oft gemobbt oder gehänselt und kann sich dagegen nicht behaupten.
- Das Kind oder die/der Jugendliche(r) zieht sich immer mehr zurück und nimmt auffallend weniger am Familien- und sozialen Leben teil.
- Das Kind oder die/der Jugendliche(r) zeigt nicht altersgemäße Angst, wenn es mal alleine bleiben soll oder von den Eltern getrennt ist.
- Das Kind oder die/der Jugendliche(r) äußert, den Sinn im Leben nicht mehr zu sehen oder spricht von suizidalen Gedanken.
- Das Kind oder die/der Jugendliche(r) findet kaum noch Freunde und hat kaum noch Kontakte zu Gleichaltrigen.
- Das Kind oder die/der Jugendliche(r) isst oder schläft seit Monaten deutlich schlechter, ohne dass eine körperliche Ursache (vom Hausarzt) abgeklärt, dahinter steckt. Oder das Kind oder die/der Jugendliche(r) isst seit Monaten deutlich weniger oder mehr oder hat Essanfälle.
- Das Kind oder die/der Jugendliche(r) hat sehr häufig Wutanfälle oder ist aggressiv zu anderen oder macht Dinge kaputt.
- Das Kind oder die/der Jugendliche(r) streitet fast permanent mit Erwachsenen, lügt, klaut oder treibt sich herum.
- Der oder die Jugendliche verletzt sich selbst.
- Das Kind oder die/der Jugendliche(r) nimmt Suchtmittel zu sich oder ist auffällig PC- oder Handysüchtig.
- Das Kind oder die/der Jugendliche(r) leidet unter körperlichen Beschwerden wie häufigen Bauchschmerzen, Kopfschmerzen, Rücken- oder sonstigen Schmerzen oder Schwindel oder Atembeschwerden etc., bei denen keine körperliche Ursache gefunden wurde.
- Das Kind oder die/der Jugendliche(r) berichtet, Angst davor zu haben, dass es eine oder mehrere schwere Krankheiten hat wie Magengeschwür, Krebs, Tumor etc., ohne dass dies körperlich festgestellt werden kann.
- Das Kind nässt oder kotet ab einem Alter von 6 Jahren ein oder nässt oder kotet wieder ein, wobei es schon sauber war. Es wurde aber keine körperliche Ursache dafür gefunden.
- Das Kind oder Jugendliche(r) streitet sich übermäßig häufig mit einem Geschwister und zeigt sich dem gegenüber sehr eifersüchtig und schikaniert es oft.